TRUCK RACING NAVARRA

07. – 08. June

  • Navarra – ESP

Das erste Juniwochenende ist seit 2005 dem zweiten Spanien-Rennen vorbehalten – neben dem Traditionsrennen auf dem Circuito de Jarama im Oktober. All die Jahre traf sich so die Truckracing-Gemeinde in Albacete, vor zwei Jahren dann kurzfristig in Jarama und nun zum zweiten Mal auf dem Circuito de Navarra. Hier stand der 2. Lauf der diesjährigen FIA European Truck Racing Championship an. Die äußeren Bedingungen hier in der kargen Landschaft auf rund 500 Meter Höhe sind nicht nur für die die Gegend prägende Landwirtschaft nicht ganz einfach, auch die Truckracer mussten sich nach dem leichten „Urlaubsfeeling“ beim Saisonauftakt an der italienischen Adria in Misano etwas umgewöhnen.
Schon im letzten Jahr herrschte hier permanent außergewöhnlich kräftiger Wind. Diesmal mussten allerdings keine Zelte abgebaut werden. Die Rennstrecke hat mittlerweile quer im ganzen Fahrerlager mit Beton gefüllte und mit Haken versehene Reifen verteilt, die dann auch eifrig zum Fixieren genutzt wurden. So kippten denn auch schlimmstenfalls mal Stühle und Beachflags um, gingen Hüte oder Kappen fliegen. Kappen und Hüte waren allerdings auch extrem angesagt, denn vom häufig wolkenlosen Himmel brannte die Sonne beinahe gnadenlos. Mehr als 30 Grad im Schatten und knapp 57 Grad Asphalttemperatur waren das Ergebnis in Zahlen.
In Zahlen haben sich die Rennen in Navarra vor allen Dingen für die beiden MAN-Piloten Norbert Kiss (HUN) und Antonio Albacete (ESP) ausgezahlt. Der Ungar hat jetzt die Führung im Gesamtklassement übernommen, der Spanier liegt nur einen Punkt dahinter. Titelverteidiger Jochen Hahn machte seine Nullrunde im ersten Rennen – Ausfall wegen einer defekten Lichtmaschine – schwer zu schaffen. Der deutsche MAN-Pilot war als Spitzenreiter in der Championatswertung nach Navarra gekommen und liegt jetzt mit 18 Punkten Rückstand auf dem 3. Platz. Andererseits heißt eine alte Truckracer-Weisheit, innerhalb einer Saison trifft es jeden mindestens einmal – bleibt für das Team-Hahn-Racing nur zu hoffen, dass es bei diesem einen Mal dann auch bleibt. Denn die Konkurrenz ist ausgesprochen hart.

TRUCK RACING

Die Neue Truck Race Saison 2014 steht vor der Tür.  Wir freuen uns schon jetzt auf die Action.

  • 21. – 22. June
    Nogaro – FRA
  • 04. – 06. July
    Red Bull Ring – AUT
  • 18. – 20. July
    Nürburgring – GER
  • 30. – 31. August
    Most – CZE
  • 20. – 21. September
    Zolder – BEL
  • 04. – 05. October
    Jarama – ESP
  • 11. – 12. October
    Le Mans – FRA

Saisonstart in Misano mit 21 Trucks

Das war ein Saisonauftakt nach Maß für die FIA European Truck Racing Championship.
Über 38.000 Zuschauer bei herrlichem Sommerwetter – im Schatten um die 30 Grad, Asphalttemperatur gar mehr als 50 Grad – auf dem World Circuit Misano, das waren 15 Prozent mehr als im letzten Jahr. Und das, obwohl die Protagonisten unter den Sponsoren sich mit der Einladung von Gästen spürbar zurückgehalten hatten. Dabei darf man auch nicht vergessen, seit Ewigkeiten hat Italien in der FIA ETRC keinen Lokalmatador, der die Massen anziehen könnte. Ein Deutscher, auch wenn er Gerd Körber heißt, auf einem italienischen Iveco ist da kein wirklicher Ersatz für echte Tifosi.
Dennoch war im Jahr 1 nach dem offiziellen Renault-Ausstieg und der Ankündigung von MAN sich auch aus der FIA ETRC verabschieden zu wollen, ziemlich das Gegenteil von dem zu verspüren, was einzelne Schwarzseher prophezeit hatten. Truckracing lebt – mehr als je zuvor.
Weiterhin sind die MAN-RaceTrucks das Maß aller Dinge, zumindest die mit den absoluten Top-Maschinen. Doch wie schnell sich das ändern kann, zeigte das Abschlussrennen am Sonntagnachmittag. Vorab hätte wohl niemand auf solch ein Podium gewettet, zwei Tschechen, David Vrsecky und Adam Lacko auf Buggyra Freightliner vor einem MAN. Aber nicht mit Jochen Hahn (GER), nicht mit Antonio Albacete (ESP), nicht mit Markus Bösiger (SUI) und auch nicht mit Norbert Kiss (HUN), sondern mit dem Deutschen René Reinert, dem eben nicht solch eine absolute Topmaschine zur Verfügung steht. Für die Favoriten-Crew mag das schmerzlich gewesen sein, fürs Truckracing war es gut.

TRUCK RACING 2013

TRUCK RACING 2012